Auswahlkriterien

Für die Auslegung einer Filteranlage kommen neben der Bandbreite
unterschiedlichster Partikelgrößenverteilungen weitere Einflußgrößen wie
Partikelzusammensetzung, Staubkonzentration, Temperatur und Feuchte hinzu.

Übliche Partikelkonzentrationen und -größen liegen im Bereich von 0,01 - 0,5 mg/m3 und < 0,1 - 5 µm, wobei in Wüsten- und Schwerindustriegebieten witterungsabhängig oft größere Konzentrationen und größere Partikel auftreten (bis zu > 100 mg/m3 und > 100 µm).

Für die optimale Auswahl eines Filtersystems ist die möglichst genaue Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten, wie Konzentration, Ansaughöhe, Windrichtung, mögliche benachbarte Emitenden etc., erforderlich.

Des Weiteren werden Angaben über die Forderungen an die Luftreinheit (abhängig von der Turbinenart), den Ansaugvolumenstrom und die maximal zulässige Druckdifferenz des Ansaugsystems für die Auslegung benötigt. Nur so können die Filterstufen optimal aufeinander abgestimmt werden und eine möglichst lange Standzeit erreichen.

Für die Auslegung von Filtersystemen sind die nachfolgenden Kriterien
ausschlaggebend:

  • Art, Konzentration und Größenverteilung der Luftverunreinigungen
  • Örtliche klimatische Verhältnisse (Temperatur, Feuchte, Regenhäufigkeit, Wind)
  • Weitere Standortbedingungen

Hinzu kommen anlagenspezifische Parameter wie:

  • Betriebsweise der Anlage, Betriebsdauer
  • Luftdurchsatz
  • Maximaler Druckverlust und minimaler Abscheidegrad
  • Einbaumöglichkeiten
  • Investitions- und Betriebskosten

 

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