Die neue ISO 16890 Filterprüfnorm

Eine Revolution der Filterklassen

 

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Anspruch und Wirklichkeit

Schon seit vielen Jahren wird die Feinstaubbelastung der Aussenluft an den Messstationen der Bundeslander und des Umweltbundesamtes, sowie an den öffentlichen Messstellen der anderen EU-Länder, gemessen. Tagesaktuelle Werte fur die Partikelfraktionen PM10 und PM2,5 werden auf den entsprechenden Internetseiten der Landesumweltämter und des Umweltbundesamtes veröffentlicht. Ausserdem stellt das UBA jährliche Auswertungen über diese Partikelfraktionen bereit. Die Fraktion PM1 als lungengängiger Feinstaub wird ebenfalls betrachtet, aber nicht überall explizit gemessen. Wenn also die Bewertung der Luftqualität anhand der Konzentrationen der vorab genannten Partikelfraktionen erfolgt, erscheint es logisch, dass Filter zur Luftreinigung nach den gleichen Kriterien bewertet werden.

Zusammen mit Filtrieren&Separieren haben wir einen Artikel zu dem Thema veröffentlicht. Lesen Sie hier den Artikel "Die neue ISO 16890 Prüfung von Luftfiltern." F&S Jahrgang 29 (2015) Nr. 6

Dem alten Prüfstandard geht's am den Kragen
Im Jahr 2012 wurde die seit zehn Jahren unveränderte DIN EN 779:2002 aktualisiert und nach intensiven internationalen Beratungen zwischen den europäischen Fachverbänden erweitert. Zum ersten Mal wurde ein Mindestwirkungsgrad am entladenen Filtermedium als fester Bestandteil in die Prüfnorm aufgenommen. Zusätzlich erfolgte auf Basis EUROVENT 4/21 ein energetischer Vergleich.



Filterklasse  Enddruckdifferenz [Pa]
Durchschnittl. Abscheidung [%] Mittlerer Wirkungsgrad bei Partikelgröße 0,4 μm [%] Minimaler Wirkungsgrad bei Partikelgröße 0,4 μm [%]
 G1  250  min. 50    
 G2  250  min. 65    
 G3  250  min. 80    
 G4  250  min. 90    
 M5  450    min. 40  
 M6  450    min. 60  
 F7  450    min. 80
 35
 F8  450    min. 90  55
 F9  450    min. 95  70

Die DIN EN779:2012 wird bereits 2017 durch die ISO 16890 auf globaler Ebene ersetzt und revolutioniert die Bewertung der Luftfilter. Gleichwohl die ISO 16890 von der Wissenschaft begrüßt wird, stellt die neue Norm die Prüflabore, die Hersteller als auch den Filterhandel vor neue Herausforderungen.

Neuer Staub und neue Klassen

Nach der ISO 16890 werden die bekannten Filterklassifizierungen von M5 – F9 durch ePM Klassen ersetzt, die nicht mehr ausschließlich den Wirkungsgrad einer bestimmten Partikelgröße messen. Die neuen Klassen beinhalten die Bestimmung von prozentualen Wirkungsgraden unterschiedlichster Partikelbereiche (ePM1 0,3 – 1 µm, ePM2.5 0,3 – 2,5 µm, ePM 10 0,3µm - 10µm).


Voraussetzung
 Gruppenname Emin(PM1)

E(PM1) Emin(PM2.5) E(PM2.5) E(PM10)  Klassenwert
 ISO grob          <50%  Abscheidung

 ISO PM10

         >50%  E(PM10)

 ISO PM2.5

     >50%  >50%    E(PM2.5)

 ISO PM1

 >50%  >50%        E(PM1)


Der Prüfstand wird aufgerüstet

Bis zu einer Partikelgröße 1 µm erfolgt die Messung weiterhin mit DEHS. In den Bereichen von Partikelgrößen > 1 µm kommt KCl als Prüfaerosol zum Einsatz.
ISO16890_Filter_Article

Das Entladeverfahren, von Filtermedien, welches in 2012 in den Hauptteil der DIN EN 779 übernommen wurde, beinhaltete die Entladung kleiner Medienproben. Mit diesem lokalen Mindestwirkungsgrad wurden Rückschlüsse für den komplett assemblierten Filter gezogen. Mit der Einführung der ISO 16890 wird es erforderlich sein, ganze Filtereinheiten zu entladen.

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Positive Aspekte
  • einheitlicher Prüfstaub ISO 1210 3 PT1. A2 Fine
  • angepasst an WHO Empfehlungen zu den Grenzwerten der Feinstaubbelastung
  • Prüfung unter vollständiger Medienentladung
  • Bessere Anpassung der Auslegung der HVAC Systeme an Bedingungen

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